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Mit Rad und Bahn entlang der Lahn

Die Radwege an der Lahn

© Kurt Bangert und Carola Bläsing-Bangert, August 1998

Schon lange hatten wir geplant, die Lahn einmal in ihrer ganzen Länge mit dem Fahrrad zu fahren. Richtige Urlaubstage hatten wir allerdings nicht übrig, und so teilten wir uns die Lahn in drei Abschnitte, um sie an Wochenenden fahren zu können. Wir hoffen, daß unser Bericht Anregungen geben kann, vielleicht selbst einmal eine ähnliche, eine kürzere oder auch eine längere Tour zu machen.

Bei unseren Touren stand mehr der sportliche Aspekt im Vordergrund, bei unseren Tagesstrecken blieb für Besichtigungen nicht viel Zeit. Um die landschaftliche Schönheit und die historischen Stätten als Radwanderer in Ruhe zu genießen, sollte man wie die zahlreichen Kanuwanderer eine Mehrtagestour mit Übernachtung auf Campingplätzen oder in Hotels machen. Für kürzere Touren wie die unsere ist die Eisenbahn geeignet, um sich zu einem interessanten Startpunkt bringen zu lassen, auch wenn der Bahntransport von Fahrrädern Einschränkungen unterliegt.

Bisher haben wir zwei Touren gefahren und beschrieben.

Der Abschnitt I von der Lahnquelle bis Gießen soll unsere dritte Tour werden, wir haben sie aber immer wieder aufgeschoben.

Auf dem Abschnitt II von Gießen nach Limburg kann man den (außer in Wetzlar) gut ausgeschilderten Radwanderweg R7 benutzen. Diesen Abschnitt fuhren wir mit dem Rennrad. Er hat eine Länge von knapp 80 km, und es war die erste unserer drei Touren.

Auf dem Abschnitt III von Limburg nach Lahnstein an der Mündung in den Rhein kann man teilweise auf dem Rad- und Wanderweg R36 fahren. Leider gibt es auf einer längeren Unterbrechung zwischen Balduinstein und Obernhof keinen Radweg (und auch keine Straße) an der Lahn. Wir fuhren die Strecke mit Mountainbikes. Es war unsere zweite Tour.

Die landschaftlich schönste Strecke der Lahn war nach unserer Meinung zwischen Fürfurt und Weilburg. Wer gerne eine Schnuppertour machen möchte, dem würden wir diese Strecke empfehlen, am einfachsten hin und zurück von Weilburg aus. Sie stellt weder an das Rad noch den Fahrer besondere Anforderungen.

Literatur und Karten: Trotz der meist guten Beschilderung braucht man eine Karte, um den Fortschritt der Tour zu verfolgen oder sich an kritischen Stellen selbst einen Weg zu suchen. Eine topografische 1:150000 Karte ist bei Problemen nicht so vorteilhaft, es sollte schon mindestens eine 1:100000 Karte sein. Es gibt einige Radtourenkarten, die das Gebiet einschließen. Sehr praktisch fanden wir zwei kleine Bücher, die den Weg in ganzer Länge beschreiben. Beide sind handlich, im Querformat und haben Spiralheftung.

Lahn-Radweg, Esterbauer-Verlag, ISBN 3-900869-90-1, DM 19,80. Wir haben das Buch erst nach zwei Touren entdeckt und gekauft, es enthält übersichtliche 1 : 50 000 Karten und auch Stadtpläne.

Das Lahntal, VUD Verlag Freudenstadt, ISBN 3-923719-43-4, offensichtlich ebenfalls DM 19,80. Das Buch ist etwas größer und hat topografische 1: 75 000 Karten.

Am besten ist es, man schaut sich beide an, denn mir gefallen sie beide etwa gleich gut. Man braucht dann eigentlich keine separate Karte mehr, wenn man in der Nähe der Lahn bleibt, und das Umblättern ist einfacher, als Karten zu falten.

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