Der Japan Rail Pass

(1994, 1995, 1998)

Die Eisenbahn ist für einen Touristen die ideale Möglichkeit, um Japan zu bereisen, und der Japan Rail Pass ist die ideale Fahrkarte.

Sicherlich ist in den USA für den Einzelreisenden ein Mietwagen nützlich und manchmal sogar notwendig. Ebenso sicher ist ein Mietwagen in Japan überflüssig und problematisch. Es herrscht Linksverkehr, die Straßen ind den Städten sind oft eng, die Parkplätze knapp und die Schilder nur in Großstädten in Englisch beschriftet. Der Bahnverkehr ist, bedingt durch die Bevölkerungsdichte, wesentlich besser ausgebaut als bei uns und läßt kaum Wünsche offen.

 

Der Japan Rail Pass berechtigt für einen Zeitraum von ein bis 3 Wochen zur Benutzung aller Züge der Japan Rail, lediglich einige wenige der neuesten und schnellsten Shinkansen-Züge sind ausgenommen. Um den Pass zu bekommen, kauft man in Deutschland den entsprechenden Gutschein, der dann bei der Einreise z.B. am Flughafen in einem Büro der Japan Rail in den eigentlichen Pass umgetauscht wird. Wir bestellten unseren Gutschein bei: Kintetsu International Express, An der Hauptwache 7, 60313 Frankfurt. Ohne diesen Gutschein gibt es in Japan keine Möglichkeit, einen Rail Pass zu erwerben.

Ein Pass 2. Klasse für 2 Wochen kostete in 1998 Y44,200. Der Einzelpreis für die Strecke Tokyo-Kyoto mit dem Shinkansen kostet ca. Y13000. Lohnt sich daher der Railpass ? Fast immer. Er ist auch auf den Airport-Expresszügen in Tokyo und Kyoto gültig, das Netz der JR in Tokyo kann teilweise die U-Bahn ersetzen, man kann kostenlos Plätze reservieren und man spart die Zeit, um Einzelfahrkarten zu kaufen. Nicht zuletzt - dem Eisenbahnfan gibt er die Möglichkeit, nach Belieben die Bahnsteige zu betreten und Fotos zu machen.

Kürzlich wurden noch günstigere Spezialangebote eingeführt, unter anderem Pässe mit regional begrenzter Gültigkeit (z.B. nur für die West Japan Rail) oder mit kurzer Gültigkeitsdauer. Über den aktuellen Stand sollte man sich bei einem Reisebüro informieren. Mit diesen neuen Angeboten wird es kaum noch Gründe geben, auf den Railpass zu verzichten.


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