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San Francisco Airport, San Andreas Fault


ERDBEBEN

(2000)

Die San Francisco Bay Area und das Silicon Valley sind Gebiete mit einem sehr hohen Erdbebenrisiko. Sie liegen am westlichen Rand der nordamerikanischen Platte, einem grossen zusammenhängenden Bereich der Erdkruste. Die daran angrenzende pazifische Platte verschiebt sich relativ zur nordamerikanischen Platte um etwa 5 cm pro Jahr nach Norden. Wird diese Bewegung blockiert, baut sich eine mechanische Spannung auf. Die gespeicherte Energie kann sich dann unter Umständen plötzlich in einem Erdbeben entladen, bei dem sich die Platten um mehrere Meter gegeneinander verschieben können.


San Andreas Fault

Die bedeutendste Trennungslinie zwischen den beiden Platten trägt in Kalifornien den Namen San Andreas Fault. Mit einer Länge von 2000 km zieht sie von Mexiko durch den südlichen Teil Kaliforniens bis über San Francisco hinaus nach Norden. Sehr deutlich ist sie auf dem obigen Bild zu erkennen, sie entspricht dem Graben, der mit grünen Pfeilen markiert ist. Der San Andreas Lake, rechts im Bild, hat ihr den Namen gegeben. Die San Francisco Bay und der San Francisco International Airport mit den angrenzenden Orten, hier im Vordergrund, liegen auf der nordamerikanischen Platte, der im Hintergrund sichtbare langgestreckte Bergrücken zählt zur pazifischen Platte. Der Pazifik selbst ist durch die Wolken verdeckt. Ursprünglich war der San Andreas Lake wesentlich kleiner, aber er wurde mit einer Staumauer vergrößert und dient, zusammen mit dem künstlichen Crystal Springs Reservoir (links im Bild), als Trinkwasserspeicher.

Bei Erdbeben kommt es zu merklichen Verschiebungen der Platten gegeneinander. Bei dem Erdbeben von 1906, das eine Stärke von 7.7 auf der Richter-Skala hatte, verschob sich die pazifische Platte im Bereich des San Andreas Lake um 3 Meter nach Nordwesten. Das stärkste Erdbeben der neueren Zeit war das Loma Prieta Erdbeben am 17. Oktober 1989 mit dem Zentrum unter dem Berg Loma Prieta. Es hatte die Stärke 7.1. Ein Unterschied von einer Einheit der Richter-Skala bedeutet einen Faktor 10 in der Stärke des Bebens.

Die Frage, ob in naher Zukunft mit einem weiteren starken Beben zu rechnen ist, wird von den Experten unterschiedlich beurteilt. Es ist unklar, ob der wesentliche Teil der Energie, die sich seit dem Beben von 1906 wieder aufgebaut hat, im Jahr 1989 bereits wieder bei dem Loma Prieta Erdbeben verbraucht wurde oder nicht. Nach einer Studie der US Geological Survey besteht eine Wahrscheinlichkeit von 67% für ein Erdbeben der Stärke 7 in der Bay Area in den nächsten 30 Jahren.

Erdbeben der Stärke 1 und 2 kommen in der Gegend sehr häufig vor, auch solche der Stärke 3 sind nicht selten. Hintergründe und Details finden sich in den untenstehenden Links. Grafiken zu den aktuellen Messungen gibt es in den Links "Recent earthquakes" und "SFBR Crustal Deformation Measurements".

Die Seite "Sawyer Camp Trail" in "Trails" zeigt Bilder von einer Jogging-Tour am San Andreas Lake.

Links

San Andreas Fault, eine genaue Beschreibung der Hintergründe

Recent earthquakes in California, eine aktuelle Karte der Beben der vergangenen Woche

Earthquakes, mit Bildbeispielen von Erdbebenschäden des Loma Prieta Bebens

San Andreas Fault, die Liste von Yahoo

San Francisco Bay Region Crustal Deformation Measurements, aktuelle Grafiken zu den Plattenbewegungen

This dynamic Earth

Understanding Plate Motions

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