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Mission Santa Clara

SPANISCHE MISSIONEN

(2000)

Zwar hatte Captain Francis Drake das Land nördlich von San Francisco für die englische Königin in Besitz genommen, und nördlich von San Francisco gab es in Fort Ross eine russische Ansiedlung. Den stärksten Einfluß hatten jedoch die Spanier, die von Mexiko aus die Kolonialisierung und Christianisierung von Alta California betrieben. Hierfür arbeiteten die Kirche und das Militär zusammen. Militärexpeditionen erkundeten die kalifornische Küstenregion, und nachfolgend wurden Missionen errichtet, um die Ureinwohner mit der Kultur der Alten Welt bekannt zu machen und sie nach Möglichkeit zum Christentum zu bekehren. Im heutigen Santa Clara Valley lebte der Stamm der Ohlone Indianer.

Aufbau der kalifornischen Missionen

Unter der Leitung von Pater Junipero Serra wurde damit begonnen, eine Kette von Missionen zu gründen, die jeweils etwa eine Tagereise voneinander entfernt waren und durch die El Camino Real (Königsweg) miteinander verbunden waren. Die erste war 1769 die Mission San Diego in Südkalifornien. 1777 wurde die Mission Santa Clara aufgebaut, die später dem Tal den Namen gab, und 1797 in der heutigen Stadt Fremont die Mission San Jose, nach der später San Jose benannt wurde. Insgesamt 21 Missionen gab es am Ende dieser Phase in Kalifornien, die letzte wurde noch 1823 in Sonoma eingerichtet. Es war vorgesehen, daß die Missionen nur in einer Art Übergangszeit betrieben werden sollten und später, nach Erreichen der Ziele, in den neugegründeten Gemeinden aufgehen sollten.

In gewisser Weise war die Christianisierung erfolgreich, viele Ohlone Indianer ließen sich taufen, und sie lernten von den Missionaren bis dahin unbekannte Techniken. Um die Missionen gruppierten sich Siedlungen, die zu den heutigen Städten heranwuchsen, und auch San Francisco ist so aus der Mission Dolores entstanden.

Doch die Ohlone, die zuvor tausende von Jahren in einer stabilen Welt in einem ökologischen Gleichgewicht gelebt hatten, wurden durch Krankheiten, die die Europäer mit sich brachten, durch Naturkatastrophen und den Siedlungsdruck dezimiert. Innerhalb von 200 Jahren starben sie schließlich aus.

Auflösung der Missionen im Silicon Valley

Nachdem Mexiko 1821 unabhängig von Spanien und zu einer Republik geworden war, und die Einwanderer Anspruch auf die Ländereien und Besitztümer der Missionen erhoben, verfügte die mexikanische Regierung per Gesetz im Jahr 1834 die Säkularisierung der Missionen, gar nicht sehr lange nach der Gründung der letzten in Sonoma. Die Ländereien wurden aufgeteilt, und die meisten Gebäude zerfielen langsam.

Die Mission in Sonoma hatte später noch eine besondere Bedeutung, denn 1846 riefen Revolutionäre hier die Republic California aus, die wegen der Flagge Bear Flag Republic genannt wurde. Wenige Tage später übernahm amerikanisches Militär das Kommando, Kalifornien war von Mexiko abgelöst und nun den USA angeschlossen.

Aus touristischer Sicht sind in Kalifornien heute besonders interessant die Carmel Mission in Carmel bei Monterey und die Sonoma Mission im Napa Valley. Die Sonoma Mission ist, wie oben erwähnt, besonders eng mit der Geschichte Kaliforniens verbunden.

Missionen im Silicon Valley

Im Silicon Valley (Santa Clara Valley) gibt es zwei Missionen, die nicht ganz so bedeutend, aber dennoch interessant sind, und zwar die Mission San Jose in Fremont und die Mission Santa Clara in Santa Clara. Beide sind leicht und schnell zu finden und vermitteln Eindrücke davon, wie es früher im Tal ausgesehen haben mag.

Die Mission San Jose war teilweise durch Erdbeben zerstört und ist nun zum Teil wieder aufgebaut. Man kann eine Kirche, ein Museum und einen Friedhof besichtigen. Die Bilderseite zur Mission San Jose zeigt einige Bilder der Anlage.

Die Mission Santa Clara auf dem Gelände der University of Santa Clara ist eine Replica, ein Wiederaufbau der ursprünglichen Mission, die durch Erdbeben vollständig zerstört wurde. Die Gebäude der Universität sind ebenfalls in einem modernisierten Missionsstil errichtet worden. Die Bilderseite zur Mission Santa Clara zeigt Eindrücke der recht großen Anlage.

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