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Ein Rundtrip im Acadia National Park

© Kurt Bangert und Carola Bläsing-Bangert

(September 1990)

Der Acadia National Park in Maine, USA, bietet nahezu für jeden etwas. Man kann ihn mit dem Auto besichtigen, er hat Wanderwege, aber er hat auch sehr gut ausgebaute Kutschenwege, die für Fahrräder ausgewiesen sind. Wenn man den Acadia National Park besucht, sollte man sich das Vergnügen einer Radtour gönnen. Für die beschriebene Tour ist man etwa einen Tag unterwegs. Eine kleine Kartenskizze gibt es hier.

 

Nach dem Frühstück begaben wir uns zum Bar Harbor Bicycles Shop. Dort machten wir die erste nähere Bekanntschaft mit Mountain Bikes. Bis dahin hatten wir nur einfache Fahrräder und Rennräder gefahren. Namen wie Specialized und Shimano waren uns völlig fremd, aber diese Technik war irgendwie faszinierend. Wir kamen gut damit zurecht. Außerdem wurden wir noch mit Helmen ausgestattet, und dann konnten wir losziehen.

Doch zunächst mußten wir noch etwas zu Essen besorgen. Der Hulls Cove General Store hatte zwar ein recht selbstkritisches Schild aufgestellt, aber es gab hier hervorragende Sandwiches zu kaufen. Wir deckten uns mit Proviant ein, auf der Hälfte der Tour gab es allerdings ein Restaurant.

Die Wege waren geschottert und fuhren sich gut. Von Bar Harbor fuhren wir zunächst zum Eagle Lake und dann an diesem entlang. Da wir gut zurechtkamen, beschlossen wir, um den Mount Sargent und die benachbarten Berge herumzufahren. Es gab nun einige Steigungen und der Schotter war manchmal recht tief, so daß wir uns anstrengen mußten.

Dafür wurden wir nun mit einer schönen Aussicht auf die Küste und den Somes Sound belohnt. Das Wetter hatte viele Ausflügler angelockt. Erst nach einiger Zeit stellten wir fest, daß die Gruppe, die wie wir gerade eine Pause machte, in dem Anhänger tatsächlich auch ein Baby dabei hatte.

Die gemauerten Brücken sind von Rockefeller erbaut worden, der sich um die Jahrhundertwende hier im Park zu erholen pflegte. Es war gegen 14 Uhr, als wir das Jordan Pond House erreichten.

In einigem Abstand vom Haus waren auf dem Rasen Tische aufgestellt, und dort servierten Angestellte in historisch wirkender Kleidung Tee, Kaffee, Waffles, Muffins und andere leckere Dinge. Wir leisteten uns Blueberry Muffins und Kaffee. Eigentlich paßte diese Szene gar nicht zu einer Fahrradtour in einem amerikanischen National Park, sie wirkte geradezu bizarr, aber dafür war sie um so eindrucksvoller. Man hatte das Gefühl, hier sei um die Jahrhundertwende die Zeit stehengeblieben, und New England wirkte hier eher wie Old England.

Derart gestärkt gingen wir auf den Heimweg. Es war nun Nachmittag geworden, die Sonne stand tiefer und wärmte kaum noch. Voller Eindrücke und sehr zufrieden mit dem Erlebten kamen wir kurz vor Einbruch der Dunkelheit nach Bar Habor zurück.

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